Das alte Dorf Bolgheri ist Teil der livornesischen Gemeinde Castagneto Carducci. Zwischen dem hügeligen Landesinneren und dem von San Vincenzo und Cecina begrenzten Küstenstreifen, liegt es in einem Gebiet der toskanischen Küste, das einst von Etruskern beherrscht wurde und eine uralte Weinbautradition besitzt.
Ab dem 18. Jahrhundert haben die Grafen von Gherardesca, die Gründer des an der Stelle des alten Ortes und der 1393 zerstörten Festung erbauten Städtchens, der wirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes neue Impulse gegeben, sodass es nun eines der fruchtbarsten und produktivsten der toskanischen Küste ist.
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Bolgheri wurde schließlich ein Zentrum der toskanischen Weinproduktion und ein bedeutender landwirtschaftlicher Knotenpunkt. Der Weinbau nahm auch auf Grund der fortschrittlichen Sichtweise der Familie Serristori, insbesondere Luigi Serristoris (1793-1897), deutlich zu.
Nach dem zweiten Weltkrieg minderte sich vor allem im Ausland der Ruf des toskanischen Weines, und auch Bolgheri stellt hier keine Ausnahme dar. Eine Vielzahl von Faktoren, darunter sinkende Preise und die Einführung der DOC-Schutzbestimmungen, die überkommene Rebsorten förderten und Quantität vor Qualität stellten, führten die toskanischen Weine in eine Krise. |